Tape – Berlin

Von außen ziemlich unscheinbar, steht der Club im Niemandsland zwischen Mitte und Moabit, innen hat er jedoch alles zu bieten, was ein guter Laden für lange Nächte braucht: ein interessant durchgestyltes Ambiente dem man den internationalen und künstlerischen Hintergrund der Tape-Macher und Freunde ansieht, Highlight ist dabei sicher der Baum und das immer wiederkehrende Logo – das eine gute alte Kassette zeigt – Tape eben.
Oben gibt es eine gemütliche Raucherlounge und eine kleine Bar mit viel Metall an den Wänden, unten überzeugt die hervorragende Function One-Anlage auch den Kenner mit perfektem Sound und das ist in Berlin wirklich nicht selbstverständlich. Die kleine Terrasse, auf der mit Blick zum Hamburger Bahnhof und auf den Kanal gegrillt wird, ist zum Luftschnappen dringend notwendig, denn auch wenn die Werbetrommel nicht allzu groß gerührt wird und Laufkundschaft aufgrund der versteckten Lage völlig ausgeschlossen ist, wird es im Tape regelmäßig voll und ziemlich stickig.
Kein Wunder bei dem konsequent gut ausgewählten Line-up, das alte Größen und Newcomer der House- und Technoszene zusammenbringt. Die Tradition aus Detroit und Chicago spielt eine wichtige Rolle und es gibt regelmäßig Labelnights. Als Freitagsclub gestartet hat das Tape inzwischen auch häufig Samstags geöffnet. Im Januar hat Dr. Motte hier mit Tyree Cooper den 20. Geburtstag des Acid House begangen.

Das Publikum ist gut gemischt, typisches schickes Berliner Mitte Publikum mit direktem Interesse an der hier gespielten Musik und auch Endzwanziger fühlen sich im Tape noch wohl.
Dank der Nähe zum Hauptbahnhof ist das Tape bestens mit der S-Bahn zu erreichen, den Bahnhof in Richtung Invalidenstraße verlassen, die Straße überqueren und schon kann man in die Heidestraße einbiegen, der Club liegt nicht direkt an der Straße sondern ein wenig nach hinten versetzt, die Taxifahrer wissen natürlich auch Bescheid.
